Lehrte Piraten Presse

Umgang mit Dauerkleingärten des KGV Feierabend

die überwältigende Beteiligung der Öffentlichkeit ist ausgewertet, und stößt offenbar im Rat kaum auf Interesse.
Man fühlt sich an die Zeit erinnert als die Öffentlichkeit zum geplanten OBI einbezogen wurde, ohne das es im Anschluss etwas bewirkte.
Viele Rückmeldungen betreffen noch nicht den Flächenplan, welcher als erstes beschlossen werden muss,
zeigen aber für spätere Verfahrensschritte aufkommende Probleme, die nicht nur wir Piraten als nicht zufriedenstellend behandelbar sehen.

Damit das Neubaugebiet entstehen kann, muss die gesondert geschützte Fläche der Dauerkleingärten geändert werden, für andere Flächen wird es aber als nicht durchführbar erklärt.
Die hervorgerufenen Kosten und Aufwände zu Bombenentschärfung, Bodenbelastungen, Entschädigungszahlungen und weitere Kosten die den Kleingartenverein betreffen sind immer noch nicht öffentlich bekannt und es ist nicht klar, wer was zahlt. Zudem ist nicht klar: Wie viel zahlt die Stadt und damit auch die Bürger?

Es kann nicht sein, dass jetzt allein über teils 4 Geschosse gesprochen wird, wo im umliegenden Gebiet der Siedlungscharakter mit eher 2 Geschossen das Höchstmaß darstellt.
So hoch sehen wir die Lehrter Wohnungsnot an dieser Stelle nicht.
Auch die Parkplatzknappheit und Verkehrsentwicklung wird auf so eng umschlossenen Raum nur in der Theorie funktionieren.

Angeblich hat ein Wegfall des Kleingartengeländes keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt.
Nur um ein Beispiel zu nennen: Zu Luftschadstoffen liegen keine aktuellen Daten vor. Warum sollen diese nicht erhoben werden?
Es wird unterschätzt, dass unter anderem der Baumbestand auch den Lärm der Auto- und Eisenbahn dämpft und Reflektionen verhindert.

Das Verlegen der Dauerkleingartenanlage wird ein starken Einschnitt in der Naherholung und der guten Luft
für die Kernstadt bedeuten. Zudem sollte bedacht werden, dass die Dauerkleingartensiedlung so gut belegt ist,
eben weil sie so zentral liegt und von den anliegenden Bewohnern als gemeinschaftlicher Lebenspunkt genutzt wird.
Zwei Bilder zum aktuellen Standort und dem angedachten am Hohnhorstweg bezüglich der umliegenden Bebauung verdeutlichen dies (siehe offizielle Pressemitteilung).

Wenn aktuell kaum passende Grundstücke für Wohnungsbau zur Verfügung stehen muss die Stadt einen höheren Preis bieten können. Dafür muss sich auch der Rat viel stärker einsetzen. Um es in einen Satz zu fassen:
Das Ziel muss sein, in vielleicht 8 Jahren 1000 Wohnung und die Kleingärten sowie zufriedene Bürger anstatt in 5 Jahren vielleicht 1000 Wohnungen und ein zersiedeltes Stadtgebiet vorzufinden.