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Die Polizei ließt dann mal Ihre Post

Stellen Sie sich vor, Sie fahren abends mit dem Fahrrad und haben kein Licht an. Sie werden von der Polizei angehalten und gebührenpflichtig verwarnt. Drei Tage später öffnen Sie Ihren Briefkasten und müssen feststellen, dass alle Ihre Briefe geöffnet und kontrolliert wurden.

Können Sie sich nicht vorstellen? Sollten Sie aber, denn die Bestandsdatensicherung hat den Bundesrat passiert [1]. Es werden zwar nicht Ihre Briefe geöffnet aber eine einfache Ordnungswidrigkeit reicht aus und die Polizei darf Ihre E-Mails lesen, Ihre Benutzernamen und Passwörter Ihrer Internetkonten abfragen und nutzen [2]. Und das Beste, Sie werden gar nicht erst informiert.

Wir PIRATEN fordern die Informationelle Selbstbestimmung, so wie Datenschutz und Privatsphäre deutlich zu stärken. Diese Forderung gilt offline, genauso wie auch online. Weiterhin setzen wir uns für die sofortige Abkehr von flächendeckenden Überwachungsmethoden ein.

Quellen:
[1] Gescheiterter Netz-Protest: Bundesrat lässt Bestandsdatenauskunft passieren
[2] Bundestag erlaubt Polizei Abfrage von PIN und Passwörtern